Häufige Fehler beim Einsatz
von Temporärmitarbeitenden

Temporärmitarbeitende sind für Schweizer Unternehmen ein wertvolles Instrument, um kurzfristige Personalengpässe auszugleichen oder Fachkräfte flexibel einzusetzen. Trotz dieser Vorteile entstehen häufig Probleme, weil Unternehmen die arbeitsrechtlichen Besonderheiten nicht vollständig beachten. Durch unsere Tätigkeit und die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden sind uns die typischen Herausforderungen und Fehler beim Einsatz von Temporärmitarbeitenden bekannt. Im Folgenden Blog werden diese erläutert und gezeigt, wie sie vermieden werden können.
Unklare Verantwortlichkeiten zwischen Temporärfirma und Einsatzunternehmen
Ein zentraler Fehler besteht darin, die Verantwortung für arbeitsrechtliche Pflichten zwischen der Temporärfirma und dem Einsatzunternehmen nicht klar abzugrenzen. Auch wenn Temporärmitarbeitende bei der Temporärfirma angestellt sind, liegt die Verantwortung für Arbeitsschutz, Sicherheitsvorschriften und korrekte Arbeitszeiten beim Unternehmen, in dem sie eingesetzt werden. Wird die Einarbeitung vernachlässigt oder fehlt eine klare Regelung, welche Aufgaben die Temporärkraft übernehmen darf, entstehen Risiken für das Unternehmen. Dies kann zu Unzufriedenheit bei den Mitarbeitenden und rechtlichen Konsequenzen führen.
Vernachlässigung des Prinzips der Gleichbehandlung
Temporärmitarbeitende haben Anspruch auf dieselben Arbeitsbedingungen wie festangestellte Mitarbeitende. Viele Unternehmen machen den Fehler, Pausenregelungen, Überstundenentschädigung oder Ferienansprüche nicht korrekt umzusetzen, weil sie annehmen, temporäre Mitarbeitende hätten geringere Ansprüche. Auch Kündigungsfristen und Sperrfristen müssen eingehalten werden. Wenn diese Vorgaben missachtet werden, drohen rechtliche Konsequenzen und negative Auswirkungen auf das Betriebsklima.
Mangelhafte Kommunikation und Informationsfluss
Ein häufig übersehener Fehler betrifft die Kommunikation zwischen Temporärfirma, Einsatzunternehmen und Mitarbeitenden. Unklare Absprachen führen zu Missverständnissen über Aufgaben, Zuständigkeiten und Vergütung. Wenn Arbeitszeiten, Pausenregelungen oder Lohnansprüche nicht transparent geregelt sind, entstehen Konflikte und potenziell rechtliche Auseinandersetzungen. Temporärmitarbeitende benötigen klare Ansprechpartner im Unternehmen und umfassende Informationen zu Abläufen und Sicherheitsbestimmungen.
Fehlende Kontrolle der Lohn- und Überstundenabrechnung
Viele Unternehmen nehmen an, dass die Lohn- und Überstundenabrechnung allein Aufgabe der Temporärfirma ist und prüfen sie nicht. Diese Annahme ist riskant, da Unstimmigkeiten schnell zu rechtlichen Problemen führen können. Es ist essenziell, dass das Einsatzunternehmen sicherstellt, dass die Abrechnungen korrekt erfolgen, Überstunden fair vergütet werden und die Mitarbeitenden keine Ansprüche verpasst bekommen.
Temporärmitarbeitende bieten Unternehmen Flexibilität und Effizienz, wenn sie korrekt eingesetzt werden. Wer die typischen Fehler erkennt und gezielt vermeidet, stellt die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben sicher, minimiert Risiken und schafft ein professionelles, strukturiertes Arbeitsumfeld.

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